
Es gibt kaum Neues aus Wolsztyn zu berichten. Im Einsatz waren Pm36 2, Ol49 23 und Ol49 111. Ok22 31 war nicht in Wolsztyn, Sie erhält gerade das Tenderdrehgestell der als kaltes Exponat in Wolsztyn stehenden Ok1. Letztere wurde gewaltsam (mit dem Schneidbrenner) von ihrem Tender „befreit“. Der Tender steht jetzt am Verwaltungsgebäude mit nur einem Drehgestell, die Lok hingegen steht an der Drehscheibe ohne Tender.
Vorbereitet für eine Aufarbeitung wurde Ty45 379. Derzeit findet Güterverkehr mit Dampf nur äußerst sporadisch statt, normalerweise bespannen Dieselloks die Übergaben und Güterzüge. Falls der Ty tatsächlich eine Hauptuntersuchung zuteil wird, wird sich die Situation im Güterverkehr wahrscheinlich ändern. Schade nur, dass man keine der hier jahrzehntelang heimischen Ty2 aufarbeitet, aber Wolstyn Experience, die Führerstandsmitfahrten teuer verkaufen und damit Wolsztyn als Dampf-Depot am Leben erhalten, finanzieren nur Lokomotiven polnischer Herkunft.
Die Fahrzeugdichte auf den Straßen hat sich EU-konform in den letzten Jahren stark erhöht. Zumindest wenn man Aufnahmen in Poznan selbst machen möchte, sollte man einen Stau bei der Ortseinfahrt immer einkalkulieren.
Dass die Zeit auch sonst nicht stehen bleibt, sieht man z. B. an den mit neunen Plastik-Rahmen Fenstern versehenen Stellwerken in Wolsztyn und dem Verkauf des Bahnhofsgebäudes Tloki. Irgendwann wird auch einmal die Telegrafenleitung fällig, falls die PKP nicht zumindest die Strecke Wolsztyn Leszno zukünftig ganz auflassen. Noch aber lohnt ein Ausflug nach Wolsztyn jederzeit.
Eine Galerie zu dieser Reise gibt es hier.