Dampf in Nordchina, Herbst 2005

Waldbahn Huanan, Ausfahrt Lixin am 27.9.2005

Übersicht:

Dahuichang

Dahuichang hat den Bahnbetrieb endgültig eingestellt. Die Steinbrechanlage und die Verladung seien zu staubintensiv gewesen, hieß es. Nun rollen die Kalksteine in Lkws über Straßen, die wieder zu unbefestigten Staubpisten mutieren, weil sie nicht für schwere Lkw gebaut wurden. Der Ort scheint nun noch mehr in Staub gehüllt, als je zuvor.

Alle vier Lokomotiven sind betriebsfähig im Schuppen hinterstellt, wobei Nr. 2 frisch hauptuntersucht abgestellt wurde. Es ist noch möglich, eine der Maschine anheizen zu lassen und auf ca. 300 Meter Strecke mit einem Zug von ca. 12 Wagen fahren zu lassen. Das Gleis befindet sich in schlechtem Zustand, so dass man nur noch auf dem linken Gleis bergan fahren und wieder zurück rollen möchte. Diese Art von Sonderzügen kann keinesfalls den Normalbetrieb auch nur ansatzweise wieder zurückholen, so dass man sich den Spaß eigentlich schenken sollte. Wer es dennoch versuchen möchte, kann sich an Zhang Yi Lan wenden: Tel. +86-138-10153150, Email: zyzymm@yahoo.com.cn. Sie kann für ca. 800 Yuan das Anheizen der Maschine veranlassen. Zusätzlich sind 100 Yuan pro Besucher fällig.

Pausenraum - bald ohne Funktion (20.9.2005)

Arbeitslose ... Dahuichang 20.9.2005

Stahlwerk Benxi

Das Stahlwerk Benxi investiert weiter in Infrastruktur und Fahrzeugpark. Bis zum Chinesischen Neujahr am 29.1.2006 möchte man die restlichen sechs SY durch Dieselloks (GK1C) ersetzt haben. Bei unserem Besuch standen noch fünf Maschinen im Einsatz:

In Reparatur befand sich die sechste, noch eingesetzte Maschine, SY 715.

Benxi, Lamellen, 22.9.2005

Benxi - Fest im Griff

Teepause (Benxi 22.9.2005)

Kohlebahn Nanpiao

Keine Neuigkeiten, keine Änderungen. Nach wie vor ein lohnendes Reiseziel.

Nanpiao 23.9.2005

Nanpiao

Nanpiao

Waldbahn Suileng

Die Waldbahn Suileng, nördlich von Haerbin und Suihua, wurde bereits vor der Revolution unter japanischer Herrschaft errichtet.

Die Reduzierung der Strecken begann mit dem Ende des Holzeinschlages (wegen unterlassener Wiederaufforstung waren die Holzvorräte erschöpft) ab dem Jahr 1997 in Dongguliu. Die einstige Hauptstrecke nach Baer (km 124) fand zwischenzeitlich ihr Ende kurz hinter Bayi, bis nach Einstellung der Linie nach Dongguliu die Strecke bis Zhongleng bei km 98 zurück gebaut wurde. Im Jahr 2000 wurde das Zweignetz südlich von Xibeihe nach Dongfeng und Wusi stillgelegt. Bis 2001 hatte man neben der Linie nach Dongguliu die Strecken von Bear bis Zhongleng, Wuyi bis Shitoushan, das Netz von Wuchang und mehrere kleine Stichstrecken wie z. B. den über einen Kilometer langen Holzladeanschluss westlich Shitoushan (km 10 hinter Liukesong) aufgegeben. Seither fanden keine Streckenrückbauten mehr statt. Die Zweigstrecken zu den Verladepunkten um Wuchang, Dongguliu, Wuyi, Dongfeng und Wusi sind mittlerweile alle abgetragen. Holz wird nun in Zhongleng, Yuejin und Beixihe geladen. Kalkstein wird 4,1 km nördlich von Yuejin geladen, während Sand von der 2,5 km langen Zweigstrecke südlich von Zhangjiawan abtransportiert wird.

Suileng, 25.9.2005

Landkarte Waldbahn Suileng

Landkarte Suileng

Die Bahn führt anfangs durch sumpfiges, flaches Gelände und erreicht Xibeihe (km 79) hügeliges, teilweise bewaldetes Terrain. Es gibt keine starken Steigungen, die Vorspann- oder Schiebedienste erfordern würden.

Transportiert werden Holz von Mitte November bis Mitte April sowie Kalkstein ganzjährig. In der Holzsaison werden täglich etwa 4 bis fünf Zugpaare gefahren. Ein kompletter Umlauf dauert ca. zehn bis zwölf Stunden. Es gibt etwa zwei Kalksteinzugpaare pro Woche mit je 25 Wagen. Die Holzzüge hatten zu Dampfzeiten eine Läge von 25 bis 30 Wagen, seitdem die Dieseltraktion Einzug hielt von um die 30 Wagen. Als weiteres Transportgut fällt Sand in unregelmäßigen Abständen an. Diese Zuge sind meist relativ kurz. Bei entsprechenden Aufträgen werden auch andere Güter wie Düngemittel und Kohle gefahren. In den Sommermonaten fährt man Touristen mit dem speziell dafür hergerichteten Triebwagen Nr. 5 und einem mit Videotechnik ausgerüsteten (roten) Personenwagen mit seltsam modernen Klappfenstern zum Ruomin Fluss. Dafür hat man ein 1,1 km langes Gleis, das ca. bei km 71 von der Hauptstrecke abzweigt, errichtet.

Aufträge für den Holztransport hat die Bahn noch bis 2010, allerdings hängt die Entscheidung über den Fortbestand der Bahnstrecke eher von der zentralen Fortverwaltung in Haerbin ab.

Der zweiknufffigste Triebwagen der Waldbahn Suileng, Planabfahrt Yuejin 06.00 Uhr - aber nicht im Fahrplan enthalten

Mit der ersten Reduzierung der Strecken 1997 und des Transportaufkommens übernahmen ab 1998 Diesellokomotiven den Gesamtbetrieb. Nur C2 Nr. 021 wurde als "Souvenir" aufgehoben und kann trotz ihres bedenklichen technischen Zustandes noch kurze Sonderzüge fahren. Im Depot befindet sich noch eine weitere C2, deren Nummer 202 sein soll. Sie ist in schrottreifem Zustand hinterstellt. Sonderzüge bestehen aus einer Diesellok, einem roten Personenwagen (den, den man für einheimische Touristen hergerichtet hat), der Dampflok und einem frei wählbaren Wagenpark. Diesellok und Personenwagen werden für Fotostopps abgehangen. Bei der Wahl der Fotostops sollte man berücksichtigen, dass die Dampflok keinerlei Möglichkeiten zum Wasserfassen vorfindet und mit dem Vorrat im Tender auskommen muss. Hat man den Wasservorrat erst einmal erschöpft, kann man jede weitere Scheinanfahrt vergessen.

C2 021 hat seit 1997 keine Untersuchung oder generelle Reparatur mehr erfahren. Es grenzt an ein Wunder, das sich diese Maschine überhaupt noch aus eigener Kraft bewegt. Die zu ziehende Wagenlast ist natürlich nicht mehr überragend. Kessel wie Zylinder sind an einigen Stellen undicht, womit man Sonderfahrten im tiefen Winter eher vermeiden sollte. Dann steht nämlich zu befürchten, dass sich die Maschine in ihren eigenen Dampf einhüllt. Die linke Kreuzkopfgleitplatte war bei unserem Besuch gebrochen und nur mit einem Stahldraht fixiert. Die Injektoren der Lok arbeiteten eher widerwillig und entließen einen guten Teil des kostbaren Wasservorrates auf das Gleisbett. Dass die Lok die lange, strapaziöse Fahrt durchhalten würde, konnte Anfangs niemand glauben. Aber sie hat es geschafft. Sie war am Ende des zweitägigen Ausfluges sogar in der Lage, allein zurück zum Depot zu fahren.

Liukesong (Waldbahn Suileng), 25.9.2005

Die Nummern der Dampflokomotiven (alles C2) waren:

Die Nummern der vorhandenen Dieselloks sind:

Nummer SN 98801 wird als Ersatzteilspender genutzt.

Die Dieselloks haben nur einen richtigen Führerstand. Durch die Aufgabe mehrere Gleisdreiecke müssen sie nun jeweils den letzten Teil der Strecke rückwärts fahren. Gleisdreiecke sind noch in Sihaidian, Zhangjiawan und Liukesong in Betrieb. Diese werden auch von den Triebwagen benutzt. Im Depot gibt es eine Wendeschleife (diese wurde nicht besichtigt, die Angabe beruht auf Aussagen der Angestellten).

Es gibt fünf Triebwagen mit den Nummern SN 05 bis SN 09 sowie zwei Rotenkraftwagen mit Kranaufbau mit den Nummern SN 10 und SN 11.

Mit den Triebwagen gibt es einen regelmäßigen Personenverkehr. Dem Triebwagen wird dabei meist ein Personenwagen beigestellt. Letztere sind alle rot gestrichen und taugen daher nicht mehr für einen Sonderzug. Der ab 16.8.2005 gültige Fahrplan für die Triebwagen enthält ohne zusätzliche Vermerke auch Züge, die nicht regelmäßig fahren. Es sei daher vor einer Bereisung der Bahn dringend angeraten, sich über die verkehrenden Triebwagen vorab zu informieren. Mit den Zugnummern zur Hand kann man dies auch ohne Sprachkenntnisse bewerkstelligen. Der hier wiedergegebene Fahrplan enthält auch die (Reise-) Geschwindigkeiten der Triebwagen.

Fahrplan Waldbahn Suileng

Holz, Sand und leere Dieselkesselwagen in Richtung Suileng.

Waldbahn Huanan

Die Waldbahn Huanan beendete den Holztransport 2003, als von Lixin noch einige Wagenladungen abgefahren wurden. Nunmehr werden die restlichen verbliebenen Relikte von Wald, die zum Einschlag freigegeben werden, mit Lkw abgefahren. Einziges Transportgut ist seither Kohle. Die Kohlemine wurde in Zusammenhang mit einem größeren Minenunglück andernorts im August geschlossen. Es sterben bei Minenunglücken jährlich mehr Menschen in China, als auf deren Straßen (und dort sind es über 200.000). Die Zentralregierung sah sich deshalb veranlasst, Sicherheitsinspektionen in einigen hundert Minen zu veranlassen und diese bis zum Abschluss der Untersuchung zu schließen. Nach der Betriebseinstellung der Mine gab es auch keinen Zugverkehr mehr. Die Betriebssituation wurde durch Brückenbauarbeiten nach Wiederaufnahme der Kohleproduktion erneut beeinträchtigt. Eine größere Brücke bei Tuoyaozi wurde durch Hochwasser beschädigt (aber nicht gesperrt), andere Brücken erhielten neue Wiederlager und Stützmauern. Ab 26. September sollte der Betrieb wieder normal durchgeführt werden, als gleich zwei Lokomotiven schadhaft wurden. Erst ab 27. September 2005 lief der Betrieb wieder wie gewohnt mit drei Maschinen der Gattung C2 (04, 044 und 168).

Alle sechs Lokomotiven (04, 011, 041, 043, 044, 168) sind betriebsfähig und wurden frisch gestrichen. Die Gehälter werden weiterhin pünktlich gezahlt und die Strecke wird planmäßig instand gehalten. Damit scheint die Zukunft der Bahn vorerst gesichert, die Zukunft der Dampftraktion jedoch nicht.

Huanan: Kürbisernte

Huanan-Kürbisse
Das Rohprodukt: Kürbisse
Huanan
Vorbeifahrt im Morgendunst
Kürbis-Schredder
Es werden nur die Kürbissamen verwendet, dazu wandert der Kürbis in den Schredder.
Die Samen werden zu Tag getragen
Die Kürbissamen werden in grünen Plastiksäcken zu Tal getragen.
Trocknen der Kürbiskerne, Auslese von Sonnenblumensamen
Reiche Ernte: Im Bahnof Xiahua liegen die Kürbissamen zum Trocknen aus (weiß im Hintergrund) während die Frau des Fahrdienstleiters Sonnenblumenkerne sortiert. Rechts hängt Chili.

Auf dem Steigungsabschnitt kann man Leerzüge bei Benutzung eines Motorrades stressfrei zwei Mal fotografieren. Vorbeifahren kann man zwar nicht, aber in der großen Kurve bei Lazifang kann man zu Fuß einfach abkürzen. Die Motorräder kann man nur mit Fahrer mieten (in Tuoyaozi), es sei denn, man besitzt einen chinesischen Führerschein. Das Problem dabei ist, dass einige der Fahrer sehr gewagt und gedankenlos fahren (wie es die chinesische Art nun mal so ist, ein motorisiertes Fahrzeug zu bewegen). Die Sicherheit ist dabei nicht immer gewährleistet. Ein Sturz in einem Hohlweg mit hervorstehenden Schwellen kann ernsthafte Folgen haben, zumal der Sozius (also man selbst) keinen Helm auf hat. Den Fahrern beizubringen, anders, das heißt sicher zu fahren ist fast ebenso aussichtslos wie ihnen zu erläutern, dass sie mindestens 300 Meter Abstand zum fahrenden Zug halten sollen, um andere Foto-/Videografen nicht zu stören. Man kann sie nur durch Anhalten dazu bewegen, einen gewissen Abstand zum Zug (den sie ohnehin nicht überholen können, bevor dieser in der großen Kurve bei Lazifang verschwindet) einzuhalten. Am besten fährt man wohl mit älteren Fahrern mit kleineren Maschinen, die nicht in der Gefällestrecke ihre Maschine bis in den 5. Gang hochziehen.

Die Preis für die Nutzung eines Motorrades schwanken zwischen 30 Yuan (2004) und 80 bis 120 Yuan (2005). Die Richtung dürfte klar sein. Nicht nur, dass die Spritkosten steigen, die Motorradfahrer lernen zunehmend, die Marktsituation für sich auszunutzen. Wer kann es ihnen verdenken? Man hat sich dort mittlerweile etwas organisiert. Fragen sollte man in Tuoyaozi nach diesem Herrn, der alles weitere veranlassen wird:

Motoradfahrer in Tuoyaozi

Hier ein paar weitere Informationen zur Bahn für etwas umfassender interessierte Eisenbahnfreunde.

In meinen früheren Berichten wurden die Zwischenstationen auf den bereits abgebauten Strecken nicht erwähnt. Daher hier noch einmal die Gasamtübersicht:

Huanan km 0 Depot            
Dongxing km 3,5 Abzweig nach Qixing Sifangtai          
Dajiugang km 12,5 außer Betrieb Xianfeng (Pionier)          
      Qixing (Siebenstern) km 46        
Xiahua km 20 Wasserstation, Abzw. nach Shengli     Toudaogou km 26    
Tuoyaozi km 25 außer Betrieb     Sandaogou km 35    
Lixin km 36 Kohle und Wasserstation     Changqing (Immergrün) km 44    
Hongguang km 46       Meiling km 52    
Hongguang km 47 Abzw. nach Xiabeigou Xiabeigou km 55 Linhai km 61    
Shuguang         Sanguliu km 71, Abzw. nach Maolin Maolin km 76
Yonglin         Milin km 77    
Jinsha km 70       Shengli (Sieg) km 86    
Qianjin km 77       Streckenende km 87    

Die Strecke nach Qixing wurde 1990 eingestellt, die Strecke nach Shengli 1994. Die Verlängerung der jetzt noch bestehenden Strecke nach Hongguang wurde 1992 abgebaut, sah aber bereits 1991 den letzten nennenswerten Holzverkehr. Der Holztransport wurde eingestellt, nachdem man die erschlossenen Wälder ohne Wiederaufforstungsmaßnahmen über mehrere Jahrzehnte abgeholzt hatte.

Der Personenverkehr mit einem richtigen Personenzug wurde 1993 eingestellt. Seither gibt es nur noch Triebwagenverkehr auf der Strecke nach Hongguang.

Die unten angefügte Streckenkarte stammt aus einem Waldbahnbuch, welches in der Universität von Haerbin von Zhao Yang kopiert wurde. Die Angaben in diesen Karten sind nicht immer ganz korrekt bzw. enthalten mehrerer Stichstrecken nicht. Soweit bekannt, wurde, die Karte ergänzt und richtig gestellt.

map Huanan Forestry Railway

Kohleminenbahn Hegang

SY 1498 fährt im Hintergrund mit dem Personenzug vorbei., 30.9.2005

Hegang Damplingkoch

Frische Dumplings dämpfen in der Abendsonne

Der Kohleverkehr ist durch die Eröffnung einer neuen Kokerei (Baujahr 2004) in Pengkun etwas angestiegen, während der Personenverkehr eingeschränkt wurde. Auf der nicht elektrifizierten Strecke nach Shanzhuang (einen Bahnhof nach Qingshishan) verkehren nur noch zwei Personenzugpaare für Touristen vom 1. Juni bis 31.8. jeden Jahres. Auf der Strecke nach Xingshan verkehren die Züge nur nach dem 15. Oktober bis vsl. Anfang April mit Dampf, ansonsten können diese Personenzüge auch von LEW-Elloks gezogen werden. Die Nachmittagsleistung Zug 24 fährt neuerdings erst 16.50 Uhr ab Xingshan. Auf der fast durchgehend elektrifizierten Strecke Jipei (Jipei ist der Bahnhof der Kohlemine fast direkt gegenüber dem Staatsbahnhof von Hegang) - Junli herrscht zwischen Jipei und Junli weiterhin ein dichtes Zugangebot von Reisezügen, das grundsätzlich mit Dampftraktion gefahren wird. Das letzte verbliebene Personenzugpaar von Xing'an nach Junde (Staatsbahn) wurde gestrichen.

Die Hauptstrecken nach Junli und Xingshan bieten vorwiegend Industriemotive, während man auf der Strecke zum Kraftwerk und zur neuen Kokerei auch einige Aufnahmen in ländlicher Kulisse machen kann. Allerdings finden sich dort auch keine herausragenden Landschaftsmotive. Gute Streckenaufnahmen sind auch auf den beiden von Xing'an und Fuli nach Osten führen Strecken nach Junde möglich jedoch ist die Zugdichte denkbar gering. Zudem können die Züge auch mit Elloks bespannt sein.

Hegang eignet sich wie auch Jixi als Ausweichdestination, wenn die Schmalspurbahn in Huanan nicht verkehren sollte. Wer Industriekulissen mag, kann hier aber auch mehrere Tage erfolgreich verbringen.

map Hegang Coal Mine

Offizielle Landkarte Hegang Minenverwaltung (Stand vor 2000)

Fahrplan Hegang

Informationen von einer FarRail-Tours Verlängerung im Februar 2005 von Jürgen Abratis:

Stahlwerk Qian'an

Das moderne Stahlwerk Qian'an mit einer SY an den Schlackewagen, Foto: Jürgen Abratis

Das Stahlwerk in Muchangkou bei Qian'an hat elf SY im Einsatz. Das Stahlwerk gehört zum Beijing Capital Steelworks. Nachdem ein anfänglicher Besuch problemlos möglich war, wird nunmehr aus Sicherheitsbedenken der Zutritt verweigert.

Das Stahlwerk ist relativ modern und wird gegenwärtig erweitert. Der Einsatz der SY steht noch nicht zur Diskussion. Man möchte zuerst die Produktion legierter Stähle vorantreiben, bevor man sich mit der Traktionsart befasst. Auf Nachfrage wurde als Termin für die geplante Verdieselung das Jahr 2010 genannt.

Die Strecken rund um das Stahlwerk sowie alle dort angesiedelten Industriebetriebe sind allerdings sehr alt und haben den typischen Flair alter chinesischer Schwerindustrie. Dort sollten wir nicht fotografieren. Im Werk werden noch verschiedene Elloktypen eingesetzt, darunter die bekannten LEW-Bo'Bo's.

Im Einsatz beobachtete Lokomotiven: SY 0424, 0985, 0996 und 1033, Elloks ZG80 125, 126, 131 und 140, LEW-Loks 7216 und 7223 (Fabriknummer 13967). SY 0768 war zur Untersuchung im Depot, dort wurde auch der Dampfkran Z152 15T im Einsatz gesehen.

Vor dem Depot waren drei Denkmallokomotiven aufgestellt: SY 0026, XK13 113 und Ellok ZG80 136.

Stahlwerk Qian'an Ellok 140, Foto: Jürgen Abratis

Lujiaton

Nahe Qian'an befindet sich in Lujiaton ein sehr alter Minenkomplex mit angeschlossenem Kraftwerk. Wir sind mit dem Taxi mit abgedunkelten Scheiben durch das Haupttor gefahren. Aufnahmen habe ich dort aber nur im Schnelldurchlauf gemacht. Der Personenzug ist dort mit SY gefahren. Ich war froh, dass wir nach ca. 45 min wieder heil aus dem Gelände rausgefahren sind. Fotografieren war dort auf jeden Fall nicht erwünscht.

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